Geschichte

 

Grundschulzweig der Salomo-Schule wurde anerkannt (Juli 2013)

Kurz vor Sommerferienbeginn, am 16.07.2013, bekam die Salomo-Schule Besuch vom Schulamt und dem Regierungspräsidium Karlsruhe. Ziel war, die Eignung der Grundschule im Vergleich zu anderen staatlichen Schulen zu prüfen. Begutachtet wurden unter anderem die verwendeten Unterrichtsmaterialien, die Klassenbücher sowie die Zeugnisse der Schüler. Auch der Unterricht in den einzelnen Klassen wurde besucht. Die anwesenden Beamten zeigten großes Interesse an dem praktizierten Bildungsauftrag im christlichen Kontext und haben nach nur zwei Wochen einen positiven Bericht über die Salomo-Schule erstellt. Darin wurde festgehalten, dass die Unterrichtsqualität und der Unterrichtsrahmen der Salomo-Schule den Standards des Landes BW voll und ganz entsprechen.

Auf Grund dieses Berichtes hat das Regierungspräsidium Karlsruhe der Salomo-Schule die staatliche Anerkennung ausgesprochen. Somit hat sich der Status der Salomo-Grundschule von staatlich genehmigt auf staatlich anerkannt geändert.
Wir sind Gott für diesen weiteren Schritt in der Schulentwicklung sehr dankbar.

 

„…Bis hierher hat uns der Herr geholfen.“

Die Zeit verging wie im Flug, sagt man oft rückblickend auf eine sehr ereignisreiche Zeit. Kaum zu glauben, dass es die Salomo-Schule schon das vierte Schuljahr gibt. Paradoxerweise empfinde ich im Rückblick auf die vergangenen drei Jahre gerade umgekehrt: es ist viel passiert, ich habe viele wunderbare Kinder und Eltern kennenlernen dürfen, wertvolle Erfahrungen mit Gott und Mitmenschen haben sich in meinem Gedächtnis eingeprägt, sodass dieser Zeitraum mir persönlich lange erscheint.

Unsere lieben Lehrer Fr. Anemone Neumann und Hr. Waldemar Ott haben das letzte Jahr trotz der etwas engen personellen Besetzung unsere Kinder gut gefördert, liebevoll unterrichtet und begleitet. Die Kinder haben eine Menge dazugelernt: Das erste Lesen, Schreiben und Rechnen bei den Erstklässlern im letzten Jahr hat sich zum Geschichtenschreiben und Einmaleinslernen entwickelt. Aber auch sie werden noch feststellen, wie das Aufsatz- und Geschichtenschreiben, sowie Umgang mit den Zahlen in den folgenden Klassen drei und vier langsam zur Routine werden. Viele Ausflüge und Feste fanden statt und wurden unter anderem dank der Mithilfe einiger Eltern durchführbar.

Rückblickend auf das vergangene Jahr darf festgehalten werden, dass nur unter Leitung unseres liebevollen und fürsorglichen Vaters im Himmel, der uns immer wieder aufs Neue getragen und die nötige Kraft gegeben hat, vieles möglich wurde. Dafür möchte ich IHM von Herzen danken, denn seine Wege sind wunderbar!!!

Ganz besonders bin ich für unsere neuen Lehrer dankbar, die sich weiter unten selbst kurz vorstellen werden. Lange Anfahrtswege oder sogar räumliche Veränderungen wurden auf sich genommen, um aus Überzeugung an einer christlich-adventistischen Schule zu unterrichten. Für Ihre freundliche und liebevolle Art, sowie viele neue spannende Ideen, haben die Kinder die neuen Lehrer Frau Springer (Mathe, MeNuK), Fr. Horch (Deutsch, Musik) und Hr. Horch (Religion an der Grundschule) schnell ins Herz geschlossen. Mit dieser guten personellen Situation konnte das vierte Jahr starten und das sehr anstrengende dritte Jahr ist schon fast vergessen. Wie sich die Dinge weiterhin auch entwickeln, haben wir gelernt, dass bei Gott nichts unmöglich ist und dass ER unsere Gebete erhört, besonders, wenn sie seinem Werk gelten.

Die vier Erstklässler-Jungs von 2009 (Startjahr der Salomo-Schule) werden in diesem Schuljahr in eine weiterführende Schule entlassen. Und die Familien stehen erneut vor der Entscheidung, welche Schule soll es nun wieder werden. Wie dankbar sind wir wiederum an der Stelle unserem Gott, eine weiterführende Realschule anbieten zu können. Nach einer Überprüfung seitens des Regierungspräsidiums, wurde zum Schuljahr 2011/2012 die Genehmigung für den Betrieb der Realschule erteilt. Mittlerweile befindet sich die Realschule im zweiten Betriebsjahr und die Schüleranzahl ist insgesamt auf 26 angewachsen. In den neuen Fächern NWA, EWG und Geschichte werden spannende und tiefgreifende Fragestellungen aufgeworfen und schülergerecht im Kontext des Wortes Gottes betrachtet.

Unsere Raumnot ist derzeit eine der größten uns noch bevorstehenden Herausforderungen. Geeignete Räumlichkeiten, die das Lernen und Arbeiten unter besseren Bedingungen ermöglichen, eigene Fachräume für die Realschüler und weitere Nöte und Wünsche kennt unser Vater, daher dürfen wir gespannt sein, was Er mit uns vorhat.

Die Zeit zwischen der guten alten Zeit und der schönen Zukunft ist die Gegenwart, sagt ein Sprichwort. In dieser Gegenwart möchten wir aus Fehlern der Vergangenheit lernen und die Chancen nutzen.

Es bleibt uns nur noch gemeinsam mit dem Propheten Samuel aus dem Alten Testament zu sagen: „… Bis hierher hat uns der Herr geholfen.“ (1. Samuel 7.12). ER kennt die Zukunft, IHM wollen wir vertrauen.

Von Lina Dill
(Schulausschussvorsitzende)

 

Die Arithmetik Gottes

Unser Schöpfer der den Menschen und seinen Lebensraum geschaffen hat, ist auch der Urheber aller Gesetze und Gesetzmäßigkeiten, dank derer wir zum Beispiel nicht von gigantischen Himmelskörpern zerquetscht bzw. unter deren Beachtung wir ein glückliches und gesundes Leben führen können. Doch am meisten faszinieren mich (als Mathelehrer) die mathematischen Gesetze Gottes.

  • Als Gott Abram in ein anderes Land rief, versprach Er ihm neben den vielen Segnungen auch ein „großes Volk“ (1. Mose 12, 2) aus ihm machen zu wollen. Wer nun denkt, dass Abram ein Kind nach dem anderen bekam, den lehrt das Wort Gottes eines Besseren. Ganze 25 Jahre mussten Abraham und seine Frau warten bis ihr erster Sohn Isaak zur Welt kam.  Aus dem Fortgang der Geschichte lässt sich feststellen, dass Gottes Versprechen, dem Urvater Abraham so viele Nachkommen wie „Sterne am Himmel“ zu schenken (1. Mose 15, 5) sich auch tatsächlich erfüllt hat.
  • Es stand mal eins ein Mönch vor dem Kaiserlichen Konzil in Worms und konnte und wollte nicht von seinen Erkenntnissen abrücken. Gott gebrauchte diesen Mann um die gute Nachricht der Erlösung durch Jesus Christus „neu“ zu entdecken. Heute sehen wir nicht nur die große Schar seiner Anhänger sondern wissen auch um den Wert seines starken und unerschütterlichen Glaubens an Gott.
  • Ich selbst und noch weitere Millionen Gläubiger verdanken Gott unseren Glauben und die Hoffnung auf das Zweite Kommen Jesu. Durch das aufmerksame Studium der Bibel offenbart sich Gott heute noch dem ernsthaften Leser, der sich nach Erkenntnis der Wahrheit sehnt.

Diese wenige Beispiele können uns helfen die Arithmetik Gottes zu verstehen. Häufig beginnt Gott sein Werk mit nur wenigen treuen und glaubensstarken Menschen. Menschen wie die Eltern unserer drei damaligen Erstklässler, die zum Schulbeginn 2009/2010 menschlich gesehen ein Wagnis eingegangen sind. Eine Schule mit nur 3 Schülern? Doch bereits am ersten Schultag führte Gott eine weitere Familie mit ihrem Sohn, gefolgt von dem ersten Mädchen in unsere Schule hinzu. Mittlerweile (Juni 2011) besuchen 17 Kinder die Salomo–Schule. Rückblickend betrachtet hat sich die anfängliche Schülerzahl mehr als verdreifacht. Gottes Arithmetik in Sachen Vertrauen, ist immer mit großartigen Überraschungen verbunden.
 
Ich persönlich freue mich schon auf die künftigen Jahre an der Salomo – Schule und bin Gott sehr dankbar, als Begleiter der Kinder bei ihren ersten Schritten des schulischen Werdegangs  hier in Rastatt meinen Traumberuf gefunden zu haben.
 
„Bei Gott ist nichts unmöglich und Wunder sind normal,
bei Gott lernt man das staunen und aufstehen nach dem Fall.“


Von Waldemar Ott
(Schulleiter)

 

Entstehung bis Einschulung (2010/2011)

Die Salomo-Schule in Rastatt entstand aus einer Initiative engagierter Eltern und Gemeindemitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Rastatt und öffnete am 21. September 2009 für vier Erstklässler und eine Drittklässlerin ihre Türen in der Karlstraße 40. Seither ist auch schon einiges geschehen. Zum Beispiel bekamen wir zum zweiten Halbjahr eine weitere Drittklässlerin.

Zuallererst will ich aber unserem lieben Schöpfer und Vater im Himmel danken für Seine Führung in all den Jahren der Vorarbeit und für Seinen überreichen Segen. Dafür, dass Er die Salomo-Schule möglich gemacht hat, für Seine Hilfe in schweren Stunden des Wartens und Hoffens auf die Lehrer und die anschließende Genehmigung, und schließlich für die Herzensfreude, die Gemeinde und Eltern bei dem Einschulungsgottesdienst erleben durften, und den gesegneten Schulbetrieb.

Viele fleißige, freiwillige Hände haben sich in diesem Frühjahr und Sommer eingebracht und mitgeholfen bei der Renovierung der beiden Klassenzimmer und des Lehrerzimmers und bei der Restaurierung des Schulmobiliars, welches gespendet wurde, um für die Kinder und Lehrer der Salomo-Schule gute Bedingungen zum Lernen und Arbeiten zu schaffen. Mit Liebe und Engagement der Gemeindemitglieder haben sich die fast 30 Jahre alten Tische und Stühle in schön gepflegte Schulmöbel verwandelt. Das bezeugte auch zur Freude aller Helfer manch eine verwunderte Feststellung der Gäste bei der Schuleröffnung: „Es ist ja eine echte Schule, mit Möbeln und Tafeln.“

Es war keine einfache Zeit, denn die Herausforderung, Gott beim Wort zu nehmen und das nötige Vertrauen aufzubringen (besonders wenn wir von unserer Seite nichts mehr tun konnten), während des Wartens auf unsere Lehrer und danach auf die nötige Genehmigung, fielen nicht leicht.

Am 8. September 2009, während der Gemeindefreizeit in den Waldensertälern (Italien), war mir sofort klar, was mir unser Prediger Ralf Lachmann und seine Frau Manuela mitteilen wollten, als sie mich zur späten Stunde ungewöhnlicherweise auf meinem Zimmer aufsuchten. Ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten. Die erhaltene Genehmigung 3 Werktage vor offiziellem Schulbeginn war einfach ein Wunder! Erneut wurde mir bewusst, dass Gott eine eigene Zeitrechnung hat, dass Er die Salomo-Schule von Anfang an gewollt hat, in seiner Hand hielt und dass es auf jeden Fall sein Wille ist. Es lohnt sich, sich für Gottes Werk einzusetzen!

Die Einweihung der Salomo-Schule und die Feier des Schulanfangsgottesdienstes werden den Eltern lange im Gedächtnis bleiben, denn die Festlichkeit dieser Stunde und der Dank unserem Herrn waren in jeder Handlung des Gottesdienstes spürbar. Es war die Krönung vieler Gebete, der Lohn vieler Sitzungen und mühevoller Arbeit.
Auch für meinen Jungen begann ein neuer Lebensabschnitt, der sogenannte Ernst des Lebens. Als er von der Tür des Gemeindesaals zum Podium mit seiner Schultüte schritt, dachte ich daran, wie ich ihn zum ersten Mal im Arm hielt, ein kleines Krümelchen, seine ersten Schritte, erste Worte, als wäre das alles erst gestern gewesen. In solch bewegenden Momenten wird es uns Menschen besonders bewusst, wie schnell doch die Zeit vergeht. Habe ich denn mein Kind genügend für die bevorstehende Schulzeit vorbereitet? Habe ich auch jede Gelegenheit genutzt, ihm von der Liebe Gottes zu erzählen? Konnte ich in seinem Herzchen den Glauben an Jesus Christus einpflanzen? Habe ich diese Gabe Gottes verantwortungsvoll „verwaltet“?

Wie beruhigend ist es zu wissen, dass Gott uns nie allein lässt und in seiner Liebe das ergänzt, was wir in unserer Schwachheit und Unvollkommenheit versäumen. Der Besuch der Salomo-Schule ist keine Heilsgarantie für unsere Kinder, aber es ist ein richtiger Meilenstein, um den kindlichen Glauben aufrechtzuerhalten, zu stärken und wachsen zu lassen.

Aus unseren Schülern ist eine richtig harmonische Klassengemeinschaft geworden, keine Käseglockenkinder, sondern aufgeweckte, fröhliche und lebendige Kinder, fleißig im Lernen, manchmal ungehorsam, aber dann auch wieder einsichtig, andächtig beim Gebet und freudig beim Singen für Gott und Mitmenschen.

Wir sind alle gespannt und freuen uns auf die Zeit, die uns bevorsteht. Im Rückblick auf das erste Halbjahr bestätigen die Eltern: „Es hat sich gelohnt!“

Lina Dill
(Vorsitzende des Schulausschusses)

 

Wie kam es zum Namen unserer Gemeindeschule?

Welche Überlegungen haben uns dazu veranlasst, diesen Namen zu wählen? Während einer Sitzung des Eltern- und Schulvereins im Frühling 2007 wurden auf Grund der Frage, welchen Namen unsere Schule denn tragen solle, viele verschiedene Vorschläge von den Mitgliedern des Vereins eingebracht und besprochen. Die Entscheidung fiel allen Beteiligten nicht leicht, denn die eingebrachten Vorschläge waren kreativ und die Qual der Wahl daher schwer.

Die Kriterien zur Namensfindung waren u.a.: einen Namen zu finden, den es selbstverständlich unter den bereits bestehenden adventistischen Schulen noch nicht gibt, und außerdem sollte es ein Name sein, der zugleich Programm ist. Der Name unserer Schule sollte klar ausdrücken, welche Ziele uns Eltern besonders am Herzen liegen, die wir mit unseren Kindern erreichen wollen.
 
Nach langem Nachdenken und einem etwas zähen Abwägen der Vorschläge, wurde der Gedanke eingebracht, die Schule doch nach dem weisen Salomo zu benennen. Gleichwohl der biblische König Salomo nicht immer ein glorreiches Vorbild für weises Handeln war – er war ein sündiger Mensch wie wir – ist seine Weisheit unter Menschen doch unerreicht geblieben. Auch sind seine berühmten Sprüche noch heute die Grundlage menschlicher Bildung und Weisheit, und somit ist der Name Salomo auch heute noch ein Begriff für die Welt. Dieser Vorschlag stellte sich daher sehr rasch als einigend heraus.
 
Mit diesem Namen konnte man die gemeinsamen Vorstellungen und Ziele für unsere Schule am besten identifizieren: Unsere Kinder sollen auf unserer Schule eine vorbildliche und gründliche Ausbildung erhalten. Sie sollen Kenntnisse erlangen, auf denen sie während ihres Lebensweges gut und sicher aufbauen können und darüber hinaus solle die Grundlage wahrer Lebensweisheit gelegt werden, wie sie eben kein Anderer, als der weise Salomo, auf den Punkt gebracht hat:

„Der Weisheit Anfang ist die Furcht des HERRN, und den Heiligen erkennen, das ist Verstand.“  (Sprüche 9,10 nach Luther)

Im Geiste dieses Wortes wünschen wir allen Kindern, die unsere Schule besuchen werden, Erfolg im Aneignen schulischer Kenntnisse und die tägliche Erfahrung, dass es nichts Wichtigeres geben kann, als den Herrn Jesus Christus als den persönlichen und besten Freund zu erkennen.


Ralf Lachmann
(Bezirksprediger)